schadenfreudig und unterbelichtet
wenn man keine ahnung von der materie hat, ist es so leicht, zu urteilen. auswandern ha – die leute sind so naiv und so unvorbereitet, so naiv und so falsch informiert, so abgrhoben von der realitaet… auch ich habe mich lang belustigt an den iidealistischen und naiven auswanderern, die ohne sinn und verstand in die weite welt ziehen. aber dann habe ich mich selbst ertappt! schliesslich gehoeren wir zu den leuten, die nach deutschland zurueckkommen!
die reaktionen, die ich auf diese serien hatte – sind…genau die reaktion, die die sender mit diesen produktionen erreichen wollen. unsere sensationslust und der belustigungsfaktor sind es, die die einschaltsquoten in die hoehe treiben! lernen laesst sich oft nicht sehr viel, bis die produktionsfirmen das filmmaterial interessant zusammengeschnitten haben, sind viele wichtige aber langweilige tatsachen und prozesse der vorbereitung laengst unter den tisch gefallen!
“normale” geschichten sind eher selten… entweder werden menschen gezeigt, die es zwar doch irgendwie geschafft haben, nur fragt man sich am ende, wenn sie so dumm wie stroh erscheinen: zum beispiel der kerl, der nach florida auswandert, mit einem custom-motorradshop zum millionaer wird. er hat sein ziel erreicht, geld und erfolg – ist millionaer – doch in seinem fall war es seine persoenlichkeit, die sicher nicht nur bei mir prust und lachattacken hervorkitzelte. ein selbstverliebter, haesslicher geilomat!
oder aber familien, die ihre kinder fuer’s leben seelischen schaden zufuegen (so sieht’s im beitrag aus), die leute, die kein finanzielles polster haben und auf gut glueck aber ohne sinn und verstand einfach alles verkaufen,losfahren, am ziel ankommen und sich dann dumm umgucken warum ihnen keiner hilft, sie vor dem ruin, in armut in einer huette am strand langsam untergehen und dann gibt’s eine follow-up sendung. die rueckwanderer, sie haben es nicht geschafft, kommen wieder. ha, das haben wir doch so oder so schon gewusst, dumm wie brot eben. diese menschen werden mit absicht gecastet, selbst wenn es einigermassen normale geschichten sind, wird das filmmaterial so zusammengeschnitten, dass es fuer die zuschauer interessant ist. was lustiges, unerwartetes, stressattacken und rueckschlaege gibt es immer. anderen dabei zuschauen, wie sie solche situationen meistern, ist voyeurismus, den wir alle irgendwo haben.
wie bereits in einem vorigen beitrag erwaehnt, wurde uns dies angebot unterbreitet sowie auch freunden von uns die nach kanada ausgewandert sind. die verlockung ist gross, wenn man in der euphorie von vorfreude ein angebot bekommt, die haushaltskasse so aufbessern zu koennen, denn natuerlich gibt es ein honorar. wieviel genau, weiss ich nicht und moechte darueber nicht spekulieren. doch ich bin mir sicher, dass auch wir diese finanzspritze gut gebrauchen koennte und siefuer einige leute auch der beweggrund ist, so seinen umzug in die neue heimat verfilmen zu lassen.
die medien stellen viele auswanderer daemlich und unvorbereitet hin, oder werden etwa mit absicht bestimmte leute fuer die billigproduktionen gecastet?? und wie sieht es damit aus, wieviel einfluss hat man darauf, was rausgeschnitten wird in der nachproduktion? einige gedanken dazu auf mani’s psuecho blog.
auswanderer, die ich kennengelernt habe, sind ganz anders und echt fit in planung und durchfuehrung…und nach all dem ersten stress oft sehr zufrieden im traumland. faber es ist eben kein urlaub, das ist allen klar! familien, die jahrelang im ausland leben (manchmal fuer immer), viel erreichen und von denen man nichts hoert – weil sie sich wohl fuehlen, happy sind. solange sie also von der bildflaeche weg sind, spekulieren die zurueckgebliebenen eine kurze weile, viele alte (sogenannte) freunde outen sich jetzt, sind innerlich neidisch, melden sich kaum oder gar nicht mehr, man laed sie ein, mal im urlaub vorbei zu kommen…doch angeblich ist der flug zu teuer, dann erfahert man aber, dass sie auf gran canaria etc waren. viele koenenn es einfach nicht glauben oder goennen es ienem nicht dass man den schritt gegangen ist und auch noch erfolgreich geworden ist. aber sobald der anschein besteht, es seinen probleme da, vor allem bei finanziellen, kommen sie angelaufen, rufen an, wollen alle details wissen! sie hoffen regelrecht dass man jaeh untergeht, wiederkommt, versagt. das sind mir die richtigen, es sind die lgeichen menshcen, die die mentalitaet haben, dass in deutshcland sowieso alles besser ist. die leute, die ueber das brot meckern, ihre wurst vermissen und die deutschen broetchen, wenn sie es doch mal geschafft haben, einen flug zu buchen. sie dekcen sich mit t-shirts und jeans ein, kaufen u.s. produkte, auf die sie ab jetzt heisshunger haben, gleichzeitig aber werden staendig vergleiche gezogen, was es zu kritiseieren gibt in den u.s.a. deutschland ist ja viel besser, viel fortschrittlicher, viel sauberer, man kann auch schneller auf der autobahn fahren und amerikaner sind eh dumm. so geht das die ganze zeit, um den frieden zu wahren sagt man nicht viel, macht es den besuchern recht u.v.m – und ist wieder heilfroh, wenn sie wieder weg sind. die meisten unserer freunde & familie sind zum glueck nicht so, aber wir auswanderer haben sie alle schon genauso erlebt! neider.
wenn man sich dann doch irgendwann dazu entschliesst, wiederzukommen – immer die gleiche leier von klugschnackern, “wir haben es ja vorher gewusst” heisst es dann. mitleidig tun sie, und insgeheim frueen sie sich.
was ist aber, wenn man nicht aus geldnot zurueckkommt sondern, weil man sich als mensch veraendert hat, jetzt bessere voraussetzungen in der alten heimat hat dank fremdsprachenkenntnisse oder anderer, neuer kenntnisse – in der heimat bessere arbeit zu bekommen. man hat vielleicht andere ziele oder kommt aus verantwortung um um alternde familienmitglieder, die hilfe brauchen und die man zurueckgelassen hatte.
darueber gibt es keine dokus? schade eigentlich.
vielleicht sind leute, die andere gruende als geldnot oder dummheit – zu schlau, um sich filmen zu lassen… wer weiss?
es gibt sie wirklich – die leute, die naiv und unvorbereitet sind, aber sie bilden die minderheit.
so werden wir auswanderer und rueckkehrer trottelig hingestellt, selten gibt es wirklich gute geschichten aber das ist so gewollt, casting ist alles.
ich kann und will es nicht verurteilen aber ich koennte es meinen kindern nicht zumuten, dem bereits bestehenden druck, stress, noch einem kamera-team auszusetzen. ein umzug ins ausland ist fuer alle stressig genug.
es gibt die, die es schaffen. aber deren geschichten sind nur anfangs interessant. es sind aber auch die menschen, von dneen man am meisten lernen kann.
11 jahre haben wir in den usa gelebt, alle unsere damaligen “traeume” sind in erfuellung gegangen, auch wenn sich unsere ansichten etwas veraendert haben seitdem. wir haben es geschafft und 11 jahre sind eine lange zeit, die uns bitteschoen erstmal einer nachmachen soll. trotzdem wollen wir jetzt zurueck und dafuer gibt es viele gruende – keine angst, geldnot dummheit, faulheit sind es nicht, die uns dazu bewegen. und wenn wir dem staat doch irgendwann mal auf die tasche fallen sollten, duerft ihr uns gern bespucken und auslachen.
wenn man ins ausland geht, ist es kein urlaub und den meisten auswanderern ist das sehr bewusst! trotzdem erlebbt man einen kulturschock und das ist normal! man regeneriert sich schnell davon, passt sich den gegebenheiten, dem neuen system schnell an. wie mit allen drastischen veraenderungen sink man entweder wie ein stein zum grunde oder passt sich an, schwimmt oben.
es ist so leicht, zu urteilen – aber es schwingt bei vielen menschen ( die zurueckbleiben, sich selbst es nie zutrauen wurden oder vorstellen koennen) auch soviel neid mit – spricht man sie darauf an, liegt natuelrich nichts ferner – dabei will man selbst garnicht angeben, prahlen, man will in ruhe und frieden leben, seinem lgueck folgen und dafuer arbeiten viele sehr hart. ich hatte in den u.s.a. die moeglichkeit dinge beruflich zu machen sowie viel von der welt zu sehen, was mir in deutshcland so nie geglueckt waere. wenn ich aber weiterhin in deutschland so wie vorher weiter gelebt haette, nicht um diese erfahrungen reicher geworden waere, haette ich sie nie vermisst, ich waere vielleicht aehnlich zufrieden. es ist mir egal, was andere dneken und sagen, ich weiss was dahinter steckt, aber ich muss mein leben so leben, wie ich es richtig halte und wenn ich fehler mache, sind sie nicht auch nur dazu da, um aus ihnen zu lernen? warum sind viele menschen so voll missgunst und hass, neid und eigener habsucht?
nicht jeder ist mutig und nicht jeder kann “blind” auf sich, seine faehigkeiten und darauf, dass es immer irgendwie weitergeht vertrauen. aber dumm und blind – sind auswanderer nicht. die u.s.a. sind eine nation von auswanderern, nicht alles in der amerikansichen geschichte ist lobenswert, aber es gibt die erfolgsgeschichten – bis heute. und was ist ueberhaupt erfolg… nur reichtum? wie definiert ihr fuer euch erfolg??
idealismus und positives denken muss man haben – um ueberhaupt erst den schritt zu wagen.
viel planung gehoert dazu, die t.v. produzenten lassen diese tatsache aber wie gesagt gern mal unter den tisch fallen, ist ja auch langweilig, zu filmen, wie jemand per internet oder telefon alles plant? wie geld gespart wird, neue banken eroeffnet, der hund und kinder zum arzt muessen, moebel auf flohmarkt und an freunde verhoekert werden, weil sie weniger wert sind als es kosten wuerde, sie rueberschiffen zu lassen?
warum machen diese menschen es, geben alles auf? ist es wirklich so lobenswert von vorn anzufangen und neue moebel zu kaufen bzw neue geraete, die im ausland oft eh nicht funktionieren dank anderer stromspannung, statt jeden krimskrams mitzunehmen?ja. ist es, der aufwand lohnt sich, genauso wie als wenn jemand, um die karriereleiter zu erklimmen alle paar jahre den job wechselt, zu neuen firmen ueberwechselt, weil sie mehr zahlen! aber auch dies risiko scheuen viele menschen und das muessen sie slebst fuer sich entscheiden, wie risikobereit sie sind, wie sie fuer sich erfolg definieren.
um wirklich gluecklich zu sein, braucht man nicht viel im leben, ob man’s glaubt oder nicht… alle gueter kann man im neuen land wieder horden, wir sind in den usa innerhalb von 4 monaten von fast obdachlos (als mein mann aus der army austrat) zu spitzenverdienern geworden, die eine 6stellige summe im jahr verdienten. das schreibe ich nicht um damit zu prahlen, sondern denen hoffnung zu geben, die dies vielleicht lesen und noch am anfang stehen, vielleicht die ersten zweifel bekommen haben ob sie das richtige getan haben…
statt sich aufzuregen – was deutsche nur zu gern machen – lieber einen stein, ins rollen bringen, egal wo, ob zuhause oder im ausland. *determination* wird immer belohnt werden.
viele auswanderer werden im ausland erfolgreich, machen sich selbststaendig, scheuen weniger das risiko als der normalbuerger. sie haben bereits eine lebenserfahrung durchgemacht, die anderen leuten fehlt und die sie weitertreibt.
eigeninitiative ergreifen statt sich staendig nur auf vater staat verlassen, ehrgeizig sein, “outside of the box” denken… innovativ denken, handeln, marktluecken erkennen und chancen ergreifen, risiken eingehen und es nicht bereuen, auch wenn nicht alles reibunglos klappt wie im maerchen. man muss kein auswanderer sein, um erfolg im lebren fuer sich zu finden, sein ziel zu erreichen. das prinzip ist ueberall in der welt gleich. dies talent ist nicht allen gegeben.
die deutsche mentalitaet und das allgemeine klima von selbstmitleid und gejammer sowie deutsche “gruendlichkeit” und buerokratie – sind dinge, worauf ich mich nicht besonders freue.
ebensowenig auf leute, die mit warnenden, erhobenen finger alles besser gewusst haben wollen.
in meinem herzen bin ich nach 11 jahren u.s.a. weiterhin deutsch
vielleicht bin ich aber nirgendwo in der welt wirklich je zuhause. das muss jetzt niemand verstehen aber es ist so, ich bin weltbuerger, mag menschen aller religionen, aller rassen, aller klassen
nein, ich bin kein hippie, ich bin nicht naiv, bin nicht unvorbereitet, bin nicht dumm und nicht typisch deutsch. ich bin blond aber nicht dumm, habe mischlingskinder aber liebe auch maenner, die anders aussehen, habe meinen mann nicht geheiratet, weil er evtl besser ausgestattet sein koennte als ein europaer. indirekt ist dies eine behauptung, ueber die mein mann grinsen sollte aber ist das nicht auch rassismus? geht man davon aus, dass etwas mit einer europaeischen frau nicht stimmen kann, sich in einen dunkelhaeutigen mann zu verlieben? es kann ja nur so sein, dass es allein die triebe waren, die neugier, die zu dieser schande fuehrten?
ich erinnere mich immer wieder daran, dass man menschen nicht aendern kann, nur sich selbst. und mit mir, meiner einstellung, vor allem mit meinen kinder und meinem leben bin ich im moment auf dem richtigen weg. so bin ich es, die am ende muede ueber unverstand, unwissendheit, ueber rassimus und vorurteile lacht.
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ich hatte mir auch einige dieser “auswanderer-dokus” im TV angesehen. bei manchen fragte ich mich dann auch, wie blöd sind die eigentlich? da wanderte eine familie nach schweden aus ohne nur ein wort der sprache zu können und wunderte sich dann, warum da kaum einer deutsch kann…
sicherlich kann man exellent planen usw. aber ALLES kann man eben nicht vorhersehen. und wie du schon sagst, ohne rücklagen etc. sich auf den weg zu machen ist purer selbstmord…
die kleinen dinge im leben sind auch die wichtigsten. wer sich darüber noch freuen kann, versteht zu leben
solche leute gibt es immer wieder. die leidtragenden sind dann meistens die kinder oder steuerzahler
ich glaube, ich erinnere mich sogar an diese familie, sind die nicht in ein altes schulhaus mitten in die wallachhei gezogen?
was sind denn sonst so die kleinen dinge im leben, die bei dir zaehlen?
mag sein, dass es diese hütte in der walachei war… beschwören will ich es jetzt nicht.
kleine dinge sind für mich, wenn sich meine mädels freuen, papa zu sehen… glücklich zu sein und nicht dazu nen sportwagen oder 5000-euro-job zu benötigen… blauer himmel, sonne, meer usw… schwer zu beschreiben… am besten irgendwie mit “alles ohne statussymbole”?
Ich lese im moment einige dieser bücher … Und mache mir so meine Gedanken …
Werde mich auch so ein buch noch zu gemüte frühren, etwa so in der art wie es wortman bei mir erwähnt hat …
da hat man doch nochmal eine andere sicht auf viele dinge …
auswandern .. ich glaube das könnte ich nicht .. höchsten, wen mich hier zu hause nichts mehr halten würde, was hoffentlich nie eintritt … aber ich bewundere die leute, die den mut dazu haben und auch die die wieder zurück kommen …
ich konnte mir einst auch nicht vorstellen, auszuwandern, ich tat es dann doch, aus Liebe. Mittlerweile bin ich viel in der Welt herumgekommen und es hat mich zu einem offeneren, besseren Menschen gemacht…
Ich kann dich so gut versthen, mir geht es gerade genauso. Ich wuerde gerne nach 2 Jahren wieder zurueck nach deutschland, aber ich habe keine mir irgendwas von den deutschen anzuhoeren. Ich hab schon genug durch gemacht.
ich glaube,man sollte allgemein nicht zuviel darauf geben, was die Leute sagen, “wenn” man sich entschliesst, zurück nach deutschland zu kehren…wahre Freunde und Familie halten zu einem, dem Rest kann man ganz gemächlich den Rücken kehren und Stinkefinger zeigen… so mache ich das jedenfalls “lol” (sind eh meistens Neider und Leute immer alles besser wissen)